Das Wichtigste in Kürze
- Ein igelfreundlicher Zaun benötigt kleine Durchgänge, damit Igel auf Nahrungssuche frei zwischen Gärten wandern können.
- Ein geschützter Laubhaufen aus Laub und Reisig dient als natürlicher Rückzugsort und potenzielles Winterquartier.
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Ein durchdachter Metallzaun von ELEO ermöglicht die einfache Integration eines dauerhaften Igeldurchschlupfs.
Ein igelfreundlicher Garten ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz heimischer Wildtiere. Gerade die stacheligen Gartenbewohner sind darauf angewiesen, dass ihre Lebensräume miteinander verbunden bleiben. Auf ihrer nächtlichen Suche nach Käfern, Würmern und Larven legen Igel oft mehrere Kilometer zurück und durchqueren dabei zahlreiche Grundstücke. Geschlossene Gartengrenzen, penibel aufgeräumte Flächen und unachtsam genutzte Gartengeräte können für sie jedoch zu unüberwindbaren Hindernissen oder tödlichen Fallen werden. Mit einigen gezielten und durchdachten Maßnahmen lässt sich ein Garten in ein sicheres Refugium verwandeln, ohne dabei an Ästhetik oder Ordnung einbüßen zu müssen.
Warum Igel im Herbst einen igelfreundlichen Garten brauchen

Der Herbst stellt für Igel eine kritische Lebensphase dar. In diesen Monaten müssen sie sich ausreichende Fettreserven für den bevorstehenden Winterschlaf anfuttern. Gleichzeitig wird das natürliche Nahrungsangebot knapper, die Nächte werden kälter, und viele Gärten werden „winterfest“ gemacht. Was für den Menschen ordentlich erscheint, beraubt die Igel ihrer lebenswichtigen Verstecke. Laub- und Reisighaufen, ungestörte Ecken unter Hecken und dichte Stauden sind für die Tiere überlebenswichtige Schutzräume.
Ein artgerechter Garten für Igel erfüllt daher drei wesentliche Funktionen: Er gewährleistet freie Wanderwege, bietet sichere Unterschlupfmöglichkeiten und minimiert menschengemachte Risiken. Die Durchlässigkeit der Grundstücksgrenze ist hierbei von zentraler Bedeutung. Igel orientieren sich bei ihren Streifzügen nicht an Besitzverhältnissen, sondern an Strukturen wie Hecken, Mauern und Nahrungsquellen. Ein hermetisch abgeriegelter Zaun zwingt sie zu langen, energieraubenden Umwegen oder schließt sie in einem zu kleinen Areal ein, in dem die Nahrung schnell erschöpft ist.
Die Unterstützung der Igel ist jedoch nicht auf den Herbst beschränkt. Ein naturnah gestalteter Garten bietet ganzjährig Vorteile. Blühende Pflanzen, eine Mulchschicht aus Laub unter Gehölzen und der Verzicht auf Pestizide fördern eine reiche Insektenvielfalt und sichern so die Nahrungsgrundlage der Igel. Ein igelfreundlicher Garten ist somit ein nachhaltiges Konzept, das die Artenvielfalt fördert und für ein ökologisches Gleichgewicht sorgt.
Igelfreundlicher Zaun – so kommen Igel durch
Ein Gartenzaun dient dem Schutz und der Abgrenzung des eigenen Grundstücks, kann aber dennoch tierfreundlich gestaltet werden. Die Lösung liegt nicht im Verzicht auf eine stabile Einfriedung, sondern in der bewussten Planung kleiner Durchgänge. Ein sogenanntes Igeltor ermöglicht den Tieren den notwendigen Wechsel zwischen benachbarten Gärten, ohne die Schutzfunktion des Zauns für Menschen oder Haustiere zu beeinträchtigen.
Unsere Igelfreundlichen Zäune
Warum geschlossene Zäune zum Problem werden
Moderne Grundstücke werden häufig lückenlos eingefasst, sei es durch Mauersockel, engmaschige Gitter oder blickdichte Zaunelemente, die bis zum Boden reichen. Für Igel stellen solche Barrieren ein ernsthaftes Problem der Lebensraumfragmentierung dar. Anders als Füchse oder Marder können sie keine hohen Hindernisse überwinden. Die Suche nach einem Durchschlupf entlang kilometerlanger Zäune kostet wertvolle Zeit und Energie, die besonders vor dem Winter überlebenswichtig ist. Im schlimmsten Fall werden die Tiere auf Straßen abgedrängt, wo sie dem Verkehr zum Opfer fallen.
Igeltor im Zaun schaffen
Ein Igeltor ist eine kleine, bodennahe Öffnung in der Grundstücksgrenze. Als Standardmaß hat sich eine Größe von etwa 13 mal 13 Zentimetern etabliert. Dieser Querschnitt ist groß genug für einen ausgewachsenen Igel, aber in der Regel zu klein für die meisten Katzen oder kleinen Hunde. Entscheidend ist, dass die Öffnung keine scharfen Kanten aufweist und dauerhaft frei von Bewuchs, Laub oder abgestellten Gegenständen bleibt.
Bei einem Metallzaun lässt sich ein solches Igeltor besonders elegant und dauerhaft realisieren. Eine bewährte Methode besteht darin, an einer strategisch günstigen, aber unauffälligen Stelle einen einzelnen vertikalen Zaunstab bewusst zu kürzen. Dadurch entsteht ein sauberer, sicherer Durchschlupf, während die Stabilität und Optik der Zaunanlage unangetastet bleiben. Eine Absprache mit den Nachbarn kann die Wirksamkeit solcher Maßnahmen vervielfachen, indem ein ganzes Netzwerk an verbundenen, igelfreundlichen Gärten entsteht.
Abstand zum Boden statt einzelner Durchgänge
Eine Alternative zum einzelnen Igeltor ist ein durchgehender, gleichmäßiger Abstand zwischen der Unterkante des Zauns und dem Boden. Eine Bodenfreiheit von etwa 10 bis 13 Zentimetern ermöglicht Igeln an jeder Stelle des Zauns den Durchgang. Diese Lösung eignet sich besonders für Grundstücke mit ebenem Gelände, bei denen der Zaun nicht auf einem Sockel oder einer Mauer montiert ist. Es ist jedoch abzuwägen, ob diese Variante zur gewünschten Schutzfunktion passt, da sie auch kleinen Haustieren das Entweichen erleichtern kann. Ein gezielt gesetztes Igeltor bietet hier mehr Kontrolle.
Vorteile eines Metallzauns für Igel-Durchgänge
Ein Metallzaun zeichnet sich durch seine Langlebigkeit, Stabilität und Witterungsbeständigkeit aus. Diese Eigenschaften machen ihn auch zur idealen Basis für einen igelfreundlichen Zaun. Anders als bei Holzzäunen, deren Öffnungen splittern oder durch Feuchtigkeit verrotten können, bleibt ein Durchgang in einem Metallzaun dauerhaft formstabil und sicher. Die klare, modulare Struktur der Zaunelemente ermöglicht es, einen Durchschlupf präzise zu planen und professionell zu integrieren.
Die Metallzäune von ELEO lassen sich individuell an die Gegebenheiten des Grundstücks anpassen. Wer einen igelfreundlichen Garten anstrebt, kann den notwendigen Durchgang von Anfang an in die Planung einbeziehen. So wird die Grundstücksgrenze von einem Hindernis zu einem durchdachten Element eines lebendigen und naturnahen Gartens.
Laubhaufen für Igel anlegen

Ein Haufen aus Laub und Ästen ist weit mehr als eine unaufgeräumte Ecke. Richtig angelegt, wird er zu einem wertvollen Mikro-Lebensraum, der Igeln Schutz vor Witterung und Fressfeinden bietet. In den Hohlräumen zwischen trockenem Laub und kleinen Zweigen finden die Tiere einen ruhigen Ort zum Schlafen oder für den Winterschlaf.
Der richtige Standort für den Laubhaufen
Der ideale Standort für einen Laubhaufen ist ruhig, trocken und windgeschützt. Gartenecken unter dichten Sträuchern oder neben einer Hecke eignen sich hervorragend. Der Bereich sollte abseits von häufig genutzten Wegen, Terrassen oder Spielflächen liegen, da ständige Störungen die Igel vertreiben würden. Ein leicht erhöhter Platz verhindert, dass sich am Boden Nässe staut, die das Laub faulen lässt und seine isolierende Wirkung zunichtemacht. Eine Basis aus groben Ästen kann hier zusätzlich für eine gute Belüftung von unten sorgen.
Geeignetes Material für einen Igel-Unterschlupf
Die Hauptzutat für einen guten Igel-Unterschlupf ist trockenes Herbstlaub. Dieses wird locker aufgeschichtet und mit Reisig, dünnen Zweigen und etwas Rindenmulch abgedeckt. Die Abdeckung beschwert das Laub, damit es nicht vom Wind verweht wird, und schafft zugleich eine schützende, stabile Struktur. Ein Haufen sollte eine Grundfläche von etwa einem Quadratmeter und eine Höhe von mindestens 60 bis 80 Zentimetern haben, um im Inneren ein geschütztes, trockenes Klima zu gewährleisten. Auf Materialien wie Plastikfolien, Rasenschnitt oder behandeltes Holz sollte verzichtet werden. Sie verhindern die Luftzirkulation, können schimmeln oder Verletzungen verursachen.
Laubhaufen im Winter nicht stören
Auch wenn von außen keine Aktivität sichtbar ist, kann sich im Inneren ein Igel im Winterschlaf befinden. Jedes Aufwachen aus diesem Zustand verbraucht immense Energiereserven, die das Tier im Frühjahr dringend benötigt. Das Umsetzen, Abtragen oder Bearbeiten des Haufens mit einer Heugabel kann für einen schlafenden Igel tödlich enden. Erst im späten Frühjahr, wenn die Nächte dauerhaft frostfrei sind, kann der Haufen vorsichtig abgetragen werden.
Winterquartier für Igel schaffen
Neben einem offenen Laubhaufen kann ein spezielles Igelhaus ein zusätzliches, besonders sicheres Winterquartier bieten. Es schützt besser vor starkem Regen und Störungen durch andere Tiere. Ein solches Quartier kann aus einer einfachen Holzkiste (ca. 30x40x30 cm) mit einem seitlichen, L-förmigen Eingangstunnel bestehen, der Fressfeinde wie Katzen oder Marder abhält. Gefüllt wird das Haus mit trockenem Stroh und Laub. Anschließend wird es an einem ruhigen Ort aufgestellt und mit einer dicken Schicht aus Ästen und Laub abgedeckt, um es zu isolieren und zu tarnen.
Weitere Gefahrenquellen im Garten entschärfen
Ein durchlässiger Zaun und ein sicherer Unterschlupf sind die Basis. Genauso wichtig ist es jedoch, alltägliche Gefahren im Garten zu erkennen und zu beseitigen. Viele Risiken lassen sich mit geringem Aufwand vermeiden.
Mähroboter und Gartengeräte
Mähroboter stellen eine erhebliche Gefahr dar, da Igel bei Bedrohung nicht flüchten, sondern sich zusammenrollen. Die Geräte sollten daher ausschließlich tagsüber und unter Aufsicht betrieben werden, da Igel dämmerungs- und nachtaktiv sind. Vor jedem Mähvorgang, auch mit einem herkömmlichen Rasenmäher, sollten unübersichtliche Bereiche wie hohes Gras oder Stellen unter Büschen kontrolliert werden. Gleiches gilt für den Einsatz von Motorsensen oder Laubsaugern.
Lichtschächte und Gewässer
Offene Keller- und Lichtschächte oder steilwandige Gartenteiche werden für Igel oft zu ausweglosen Fallen. Schächte sollten mit engmaschigen, stabilen Gittern gesichert werden. Für Teiche, Pools oder Regentonnen ist eine Ausstiegshilfe unerlässlich. Ein schräg ins Wasser ragendes, raues Brett oder ein flach auslaufender Uferbereich ermöglichen es den Tieren, sich aus eigener Kraft zu retten.
Pestizide und Gift im Garten
Chemische Pflanzenschutzmittel, Schneckenkorn auf Metaldehyd-Basis oder Rattengift sind für Igel hochgefährlich. Sie vergiften die Tiere entweder direkt oder indirekt über ihre Beutetiere. Ein naturnaher Garten, der Nützlinge wie Vögel und Laufkäfer fördert, reguliert viele Schädlinge auf natürliche Weise. Alternativen wie das Absammeln von Schnecken oder der Einsatz von biologischen Mitteln schützen die gesamte Fauna im Garten.
Häufige Fragen zum Thema
Wie groß muss ein Igeltor sein?
Ein Igeltor sollte eine Öffnung von etwa 13 mal 13 Zentimetern haben. Diese Größe ermöglicht es Igeln, bequem hindurchzuschlüpfen, hält aber größere Tiere fern. Der Durchgang muss bodennah, frei von scharfen Kanten und dauerhaft zugänglich sein. Bei einem Metallzaun kann dies durch das gezielte Kürzen eines Zaunstabs einfach realisiert werden.
Wann halten Igel Winterschlaf?
In Deutschland erstreckt sich der Winterschlaf der Igel in der Regel von November bis März oder April. Der genaue Zeitpunkt ist von der Witterung und dem Ernährungszustand des Tieres abhängig. In milderen Winterphasen können sie kurzzeitig aufwachen. Aus diesem Grund sollten Winterquartiere und Laubhaufen bis weit ins Frühjahr hinein ungestört bleiben.
Wie groß muss ein Laubhaufen für Igel sein?
Ein Laubhaufen, der als potenzielles Winterquartier dienen soll, benötigt eine Basis von etwa einem Quadratmeter und eine Höhe von mindestens 60 bis 80 Zentimetern. Wichtig sind trockenes Laub als Isoliermaterial, eine lockere Struktur und eine schützende Abdeckung aus Reisig, um Stabilität und Schutz vor Wind zu gewährleisten.
Darf ich Igel im Herbst füttern?
Zufüttern ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei offensichtlich untergewichtigen, kranken oder verletzten Tieren, die im Spätherbst noch aktiv sind. Gesunde Igel finden ihre Nahrung in der Regel selbst. Falls eine Fütterung nötig ist, eignet sich hochwertiges Katzennassfutter mit hohem Fleischanteil (ohne Soße oder Gelee). Dazu sollte immer eine flache Schale mit frischem Wasser bereitgestellt werden. Milch ist für Igel unverträglich und kann zu schweren Verdauungsproblemen führen.
Ein igelfreundlicher Garten ist das Ergebnis vieler kleiner, bewusster Entscheidungen: ein Durchschlupf im Zaun, eine wilde Ecke mit einem Laubhaufen und der Verzicht auf Gefahrenquellen. So entsteht ein Lebensraum, der nicht nur den Igeln hilft, sondern den gesamten Garten bereichert und lebendiger macht.










